Erst klein dann groß, was bist du bloß?

In dieser Folge sprechen Andreas und Marcus über ihre Wahrnehmung, wie sich Business Intelligence entwickelt. Gestartet mit kleinen Excel-Lösungen im Self-Service, zu großen Business Intelligence Architekturen mit zergliederten Prozessen und Verantwortungen. Viele Themen und Technologien werden nur oberflächlich angerissen, aber es zeigt, auf welches Spektrum wir uns auf unseren Roadtrip freuen können. Zum Schluss gibt es dann noch “drei Dinge für den Heimweg”.

Introduction to Microsoft Excel 1992 – https://youtu.be/kOO31qFmi9A

Die Musik im Intro und Outro stammt aus dem Stück “There It Is” von Kevin MacLeod und steht unter CC BY 3.0 Lizenz
https://freemusicarchive.org/music/Kevin_MacLeod/Funk_Sampler/There_It_Is

00:00:00 Marcus 

Andreas Ich zeig mal von klein nach groß was bist du bloß ein Kinderbuch, was meine Tochter ganz gerne liest und ich kann das auch ganz gut ins BI über mappen, eben von einer kleinen BI Lösung bis zu einer großen BI Lösung und dass man sich das ganze mal bisschen bildlicher vorstellen kann, was da auf der Landkarte vorhanden ist. Viel verwendet ist ja Microsoft Excel kennst du schon die Introduction von Excel von 1992? 

00:00:29 Andreas 

Ganz ehrlich, sowas habe ich mir nie angesehen und auch heute würde ich sagen brauch ich nicht, aber werde ich zum nächsten Mal bestimmt machen, damit ich dann weiß, was du dir angeguckt hast. 

00:00:40 Marcus 

Ja ist nämlich superlustig von Microsoft gemacht worden, die haben so ne Fahrstuhl Szene und jemand kommt zu spät zum Meeting und der Kollege wartet und sagt: “Wir haben doch gesagt, wir müssen die Prognose der Zahlen der Chefin vorlegen und sie hat gesagt heute um 9 oder gar nicht!” und dann machen sie eine Art Elevator Pitch? 

Bauen Sie eben schnell die Excel Arbeitsmappe dafür auf und nutzen die Funktion mit Drag & Drop und Autovervollständigen usw. und dieses witzige an sich ist ja auch sie bauen, eben die Präsentation in dem Fahrstuhl in dieser Zeit, wie sie vom Erdgeschoss bis zur Chef Abteilung hochfahren, zusammen um präsentieren, das super toll und können mal eben per Drag & Drop Sachen verschieben und eben diese Funktion nutzen und es ist ja heutzutage nicht viel anders also tatsächlich diese Autovervollständigung, mal eben 10% für das nächste Quartal rüber kopieren usw. Es ist ja heute noch gelebte Realität und du siehst diese Applikation die es 1992 da schon gab und denkst bisschen Optik also nicht mehr so graulasstig ein bisschen bunter, bisschen offene Logos, vielleicht noch ein bisschen anders angeordnet, aber diese Grundfunktionalität, die viele Excel Nutzer kennen und nutzen wird bereits schon in diesem 1992 er Video gezeigt. Und wenn wir dann weitergehen und uns mal so verschiedene Sachen angucken wie Microsoft Access also ich habe selber weniger mit zu tun gehabt, aber ich kann es trotzdem verstehen also diese tolle Möglichkeit für Business Anwender Oberflächen zu gestalten und eine Eingabemöglichkeit zu haben und das Ganze auch noch auf Ihrem Desktop PC. Also, ohne dass ich großartige Infrastruktur bedienen muss ne oder hast du viele Access Datenbank in der letzten Zeit gesehen? 

00:02:36 Andreas 

Nee, zum Glück nicht, aber ich hab auch da ein einen Kunden Termin gehabt zu Cubeware-Zeiten und da habe ich schon verstanden, warum der Kunde gesagt ja, es funktioniert sogar wirklich alles. Wir haben nur das Problem wir haben jetzt natürlich Außendienstmitarbeiter und in dieser Access Datenbank sind die ganzen Daten auch drin. Das heißt wenn ich dir jetzt bereitstelle. Ist das Dokument, was ich quasi bereitstellen muss, über diese Klingeldrahtleitung die du ja, auch kennst. Sind hundert Megabyte halt einfach viel und dementsprechend sind die Berichte da draußen kaum nutzbar. Local super. Draußen nicht, also brauchst du quasi eine andere Lösung und wir haben dann halt den Ansatz mit dem Reporting, wo nur noch der Report draußen in der Welt ist, aber nicht mehr alle Daten also nicht mehr die Datenbank muss man ja sagen. Und ich finde trotzdem ist das Werkzeug nicht zu verteufeln, weil du kannst relativ schnell und einfach etwas erstellen. Eine Analyse machst du mal schnell das ist das Access und auch das ist ja also eigentlich sind die, den du damals schon Excel gesehen hast und oder in Access, die findest du heute in Power BI in einer ähnlichen Form wieder, weil gerade das Thema Einfachheit schnell mal was verknüpfen. “Ach Marcus ich mach dir das mal, gib mir mal die Daten, mache ich” und dann fällt dir plötzlich auf Mensch, ich habe hier eine Spalte und mal ist dann Wert mal ist dann nicht und mal nach unten ausfüllen und also hier Geschichten? Das sind alles Dinge, die gibt es schon immer. Und dass dieses Werkzeug zwar moderner rüberkommt, neue Technologien aufnimmt, aber diese Leichtigkeit mitnimmt natürlich gibt es immer Ecken und Kanten, aber erstmal die Leichtigkeit ist doch im Vordergrund und die ist toll. Also wie schnell bau ich dir ein Modell sage “Ach Komm ach, du hast noch ne du hast eine neue Vertriebs Struktur? Marcus, gib rüber hier ist die neue da ist die alte so jetzt sag mir, wo sind die Unterschiede?” Das ist schnell gemacht. Natürlich fehlen manchmal dann irgendwelche Kostenstellen irgendwelche Organisationsstrukturen du weißt ja wie das ist, dann fängt das Problem erst an, aber erstmal kannst du zeigen, wie leicht man das machen kann. Heute heißt das so tolle neue moderne Begriffe wie Composite Modelle und Data Flow alles cool, aber im Prinzip, das Prinzip ist für mich immer noch der Start von damals und da muss man sagen der Start wenn der nicht gewesen wäre, so toll. Wären wir niemals dorthin gekommen, wo wir heute sind. 

00:04:56 Marcus 

Genau weil, das sind auch Punkte, die ich mehr mitbekommen habe also ich hab mal ein bisschen provokativ in bei linkedin zu Microsoft Access gefragt und da gibt es dann halt auch viele Entwickler oder ja kleinere Berater, die damit Access draußen Lösungen bauen und eben auch die Datenquelle einfach zentralisieren und sagen ja, ich kann auch Access mit den Formularen und Berichten auf eine zentrale Datenquelle anwenden und dann ist es wieder eine sehr günstige und für den Unternehmer nützliche Funktion. Und wenn wir dann auch wieder weiter gehen? Die TM1 der Table Manager ist ja auch wieder die Idee gewesen, diese ganzen Excel Sheets, die ich vielleicht in irgendwelchen Share-Laufwerken und so weiter, die Daten verteilt habe, in ein zentrales Repository zu bringen und das Ganze zu nutzen und auch da wenn du mal schaust das Ding ist 1983 entwickelt worden, hat sich schon an diese Tabellenkalkulationsprogramme mit drangehängt. Excel ist wesentlich später gekommen also ja 9 Jahre später, das heißt diese Ideen dahinter waren ja schon ziemlich gut und es ist ja der interessante Park ist ja auch die ist ja schon eine in Memory Datenbank also wirklich in Arbeitsspeicher geladen, also das, was heutzutage als neuer hype für Performance usw. gefeiert wird war ja damals schon in diesem Table Manager in der TM 1 drin und witzig finde ich auch, dass der Many, der die Datenbank entwickelt hat sich dagegen gesträubt hat, den Begriff Würfel nehmen, das Ganze als Cube zu bezeichnen, weil diese Dreidimensionalität eines Würfels eine viel zu vereinfachte Darstellung für ihn oder viel zu viel Grenzen setzen würde für einen multidimensionale Datenbank. Stattdessen nennt das eben nur Table Manager, also hat hatte diesen Begriff für sich ausgewählt. Und wenn wir jetzt, wie heißt, wie heißt es im Power BI und Power Pivot? Das ist das Tabular Model, ne also auch wieder. Wir haben das reduziert mittlerweile auf das Tabellen Modell. 

00:07:09 Andreas 

Ja, aber nicht nur das Beispiel guck dir MIS an die haben ja, wenn du so willst, auch einen Ableger von diesem Table Manager entwickelt. Und du weißt, was Alea heißt, oder? 

00:07:19 Marcus 

Nee, weiß ich wiederum nicht. 

00:07:20 Andreas 

Das ist lateinisch, und das heißt Würfel. “Alea iacta est”, das ist doch das, was der Römer da sagt die Würfel sind gefallen. Und da hieß es Würfel und auch wenn du heute noch schaust, heute heißt das Ding Eye on BI und ganz tolle Namen und wenn du den Taskmanager aufmachst, wir sind ja beide Techniker, du machst den Task Manager auf und siehst na MIS Alea Server war heißt das Ding immer noch. Ist okay. Die Applikation hat schon ganz tolle Namen bekommen, aber der Kernel ist geblieben und guck dir Power BI an, dass was ja auch mal mit schwebt, dass da automatisch immer gleich ne kleine Datenbank im Memory hochgefahren wird und so. Alles gut. Also das hat sich vielleicht technologisch alles verändert, aber nicht nur die Würfel, auch eine TM 1 multiple Strukturen, also komplexe multiple Strukturen Parent-Child, wie es immer so schön heißt, in TM1, Alea, jedox alles überhaupt kein Problem, guck dir mal Tabular an und versucht dort mal diese unausgeglichenen Strukturen abzubilden, was übrigens jeder Kontenrahmen in par ex­cel­lence beherrscht und braucht. Und was macht der Tabular Server damit? Ihm gefällt das gar nicht so wirklich gut. Oder? 

00:08:42 Marcus 

Ja, das ist aber glaub ich auch wieder durch gefühlt irgendwas mit dem Thema Vereinfachung also tatsächlich, dass man bestimmte Strenge abschneiden muss oder nicht berücksichtigen kann, weil man sich eben auf eine einfache Struktur und eine handhabbare Struktur geeinigt hat. Und aber wie du es schon eben sagst ne in die Moderne hat das alles wieder rein geschafft, auch wieder in Excel herein, da ist so ein bisschen diese Brutstätte, wo wir beim Business sind wir haben das Power Query, wir haben das Power Pivot, wir hatten sogar in Power View, also von Power View haben sich glaube ich getrennt Power Query und Power Pivot ist weiterhin in Excel vorhanden geblieben und dann haben sie ja dieses Produkt Power BI daraus abgezogen im Prinzip haben es als selbständiges Produkt gemacht, weil sie selber gemerkt haben sie möchten dem Programm weiter oder schneller voranschreiten, als sie es mit den Office Releases und den Excel Releases schaffen konnten. Also da war ja so auch so dieser Punkt, wo man sagte wir müssen doch wieder schneller werden besser werden, als dass wir das mit einem schon so weit ausgeprägten Produkt wie Excel machen können dennoch dadurch, dass sich dieser Ursprung haben, hängen diese beiden Welten ja doch sehr, sehr stark zusammen. Und ich erinnere mich noch so ganz toll, als wir 2012, 2013 unseren Kunden das Thema näherbringen wollten, hatten wir die Aufteilung gemacht Selfservice BI, das was du auf deinem Rechner alleine dann gab es die Möglichkeit, diese Excel Berichte im SharePoint Live darzustellen, das war für uns das Team BI ich habe jetzt diese Bericht gemacht und ich teile es mit meinem Team und gebe es rein und nach hinten raus war unser Managed BI Thema wo ich sagte, da übergebe ich das Modell oder meine Arbeit alles, was ich am Business Know-How reingestellt hab Richtung IT Abteilung und die IT Abteilung Veredelt das Modell und stellt es dann eben dem Enterprise, also meinem gesamten Geschäft zur Verfügung und dann ist es eben Managed BI weil eben im Prinzip, dass die IT Abteilung den Service dafür übernimmt und eben die Sache veredelt hat. Und habt ihr Know-How in dieser technischen Basis mehr reingebracht und kann damit eben größere Daten Modelle machen oder bessere Ladeprozesse darzustellen, und zwar. 

00:11:01 Andreas 

Das war ja auch ein Grund, also die Werkzeuge sind ja irgendwo mal gestartet, das ist ja auch mit vielen anderen Tools passiert, die irgendeiner Plattform entstanden sind und Excel war wirklich ganz oft eine Keimzelle muss ich dazu sagen ich kenn auch sogenannte Flex Reports von MIS, da konntest du dann halt diese Dynamik, dass du das auf und zuklappen konnte sagen ich möchte etwas aufklappen, die Unternehmensstruktur, da hast du sogenannte Flex Report gebaut, das war sowohl cool als auch Teufelszeug, weil das war halt in diesen Container Excel hineingegeben und Excel wurde immer wieder Quasi missbraucht, weil diese Tabellenlogik so toll war und erst als man versucht hat, das da rauszunehmen, gerade das Power BI finde ich hat man es wieder ein wenig entlastet, das Ganze Excel. Excel ist ja trotzdem super, bleibt es auch und die Flexibilität ist zu benutzen ist ja nicht weggenommen, aber gerade so dieses Thema Datahandling, Datenaufbereitung, Strukturen hat man so ein bisschen rausziehen können, aber trotzdem sind die immer noch wie Brüder verbunden. Aber wir dürfen übrigens nicht die Schwestern auch nicht vergessen, aber die Brüder sind ja da und ich finde es cool, wie es Microsoft geschafft hat. Von dem tollen Start mit Excel, den Sinn vielen Werkzeugen wie Access und was es noch alles gibt, diese Verknüpfung untereinander sei es mit Drag & Drop und erinnre dich wie oft war das ein Problem, dass dieses Drag & Drop manchmal auch dazu geführt hat, dass das nicht mehr so toll funktionierte. Das haben Sie wirklich ganz toll gelöst mittlerweile und aus diesem von damals coole Idee bis überfrachtet und angestaubt ist heute für mich ein modernes Business, eine Business Suite entstanden, finde ich, in Kombination mit allem, was es dazu gibt. 

00:12:47 Marcus 

Interessantes Thema weil ich hab heute noch einen Screenshots gesehen, da hat man darüber gesprochen, wieso die Sachen halt sich fortentwickeln, aber andere Sachen leider einfach bestehen bleiben und wenn du heutzutage auf Windows 11 versucht einen ODBC Treiber einzurichten, bist du irgendwann in einer Icon Welt. Die ist von Windows weiß nicht 5.1 keine Ahnung, also und da sagt er einer, das soll uns immer daran erinnern auf was für tolle Grundlagen wir eigentlich heutzutage aufbauen können und man hat es einfach noch nicht gewagt, auch da die Sachen nochmal wieder zu überarbeiten, weil sie einfach funktionieren und weil sie gut sind und weil sie auch nur temporär da sind und eigentlich das Allgemeingefüge gar nicht stören, dass in dem Moment mal die Icons ein bisschen älter aussehen. 

00:13:33 Andreas 

Und weil sie ausgereift und stabil sind. Du musst ja nicht jedes Mal alles neu machen, es funktioniert, dass du weißt, es ist wie mit Straßen, die Straßen werden doch immer so gebaut wie vor vielen, vielen Jahren, und es funktioniert ja. Also, es funktioniert ja, die werden erneuert, okay, aber keine Straße hält ewig. Also auch das wird funktioniert und auch die Ampelanlage hat immer noch identische Funktionalität und wir arbeiten mit den 3 Grundfarben und ich glaube, jeder versteht selbst, wenn du Farben blind bist, funktioniert es. 

00:14:04 Marcus 

Ja und was, was ich jetzt dann wieder noch interessant finde ist wir haben halt unterschiedliche Systeme. Wir sind analytisch unterwegs und brauchen dafür eine analytische Datenbank oder eine analytische Datenstruktur und wir finden es ja bei uns auch wirklich so wieder. Wir haben dieses OLAP Thema, was dieses Online Analytik Processing ist, dass diesem Begriff, den wir ja geprägt haben, und wir haben dieses OLTP, was das Online Transaktion Processing ist also jede Transaktion Buchungstransaktionen in unseren Geschäftsanwendungen und ERP Anwendung und mit dem Analyse Services, mit dem Microsoft ja dann mal auf den Markt gekommen ist und ich fand auch die Begrifflichkeit sehr interessant dieses Unified Dimension Model das UDM Model war man ja anfangs auch geneigt oder das System bietet einfach die Möglichkeit, direkt auf einem OLTP System aufzusetzen, weil es dann zwischen schon entsprechende Data Sources, Data Source Views hat mit dem man diese Transformation machen konnte, aus den Daten, wie sie im Grundsystem vorliegen und dann eben in die analytische Struktur zu bringen, um sie zu analysieren, die in der Form in Gedanken eben in so einer Dimension rein ragte oder in eine Dimensionsstruktur, aber eben auch hier. Dieser Ansatz erstmal, ich hab ne neue Datenbank, eine analytische Datenbank und die setzt sich auf mein ja OLTP System auf, auf meine ERP System oder mehrere Quellen und hab dazwischen eine Transformationsschicht, dass ich das Ganze umsetzen kann und das ist für mich also, das war damals schon so und ist jetzt ein Weg, den wir persönlich auch aktuell bei Power BI häufig sehen und machen, dass man eben da das Power Query hat, was uns die Transformation machen kann und eben direkt auf so ein OLTP System vorne drauf aufsetzen und das kann ich ja immer in dem Fall sogar als Business User machen, was ich wiederum daraus interessant finde ist das ja aber dann. In der in der Phase, wo ich sag mal Analyse Services 1998, bis heute hat man ja auch gelernt, dass es Sinn macht, nicht unbedingt direkt auf das Vorsystem zuzugreifen, sondern hat diese Thematik mit diesem Datawarehouse darein geschoben und hat gesagt ich möchte ganz gerne diese Daten vor transformiert speichern. Und das ist ja so, der dem Weg, den man ja jetzt auch mal plötzlich sieht, ne, also wir haben hier direkt auf System zugreifen und dann haben wir aber Gründe gefunden, warum es sinnvoller sein kann, eben diese Daten vorher zu transformieren und einen zentralen Ablageort zu haben eben dieses Datawarehouse, um die Daten strukturiert abzulegen. Ja, ich weiß nicht, wie deine Erfahrungen sind und deine Meinung dazu? 

00:17:14 Andreas 

Ja, es ist schwierig zu sagen, also ich, ich finde ja, das sind immer Prozesse und manchmal kommen dann ja auch immer neue Themen auf. Also nehme nur das Beispiel, wo du das auch angesprochen hast mit dem UDM usw. oder auch dieses Thema, was wir technologisch dazu dieses Measure Groups, wenn man es erklärt versteht es jeder, warum das so gemacht wird, aber wenn dann plötzlich diese Begrifflichkeiten sie mischen und wann ist ein Cube ein Cube und was ist eine Perspektive? Und solche Themen und dann gibt es noch Hersteller wie den, wo ich so lange gearbeitet habe, der dann sagt, Hier gibt es einen Super Cube und ich den irgendwo in der technischen Dokumentation von Microsoft finden konnte, weil im Prinzip war das eigentlich der Cube, der ja nur aus diesen vielen Measure Groups bestand, aber das musste man erstmal verstehen aber gemacht hat man das, weil sie natürlich auf der bestehenden Technologie neuen immer wieder ergänzt und erweitert haben. Das ist so, als wenn du dein Haus ständig und auch um weitere kleine Zusätze wie den Schuppen oder Ähnliches erweitert und nimm nur diese Idee des, ich habe jetzt ein MOLAP, dann gibt es noch den ROLAP, dann gibt es eine Hybridgeschichte. Das waren für mich alles so zwischen Stufen, die immer nur so, ich nenne es immer halb gut, weil irgendwie so richtig glücklich war damit keiner, funktioniert hat das n bisschen? Dann kam jemand auf die Idee wie machen wir Data Mining, heute gibt es das in Prozessform oder ähnliches und zu guter Letzt kommt immer noch jemand zur Tür und sagt “Ich möchte das, gerne … Kann ich auch die Werte ändern” also schreiben und da sind wir wieder bei unserem Werkzeug, was schon so alt ist diesen Table Manager, das hatte der von Anfang im Bauch und kann der auch heute noch, links wie rechts und das hat man in diese bestehenden Werkzeuge, die jetzt kamen. Ich sag mal aufgesetzt, aber hätte man von vornherein das mit überlegt, dann hätte man vielleicht nicht so einen komplizierten Weg gehen müssen. Weißt du, wenn überlegst, was da alles passieren kann, damit das Write Back, dass das Write Back auch funktioniert oder das ist vielleicht dann nicht mehr funktioniert? Das waren schon manchmal echt. Schmerzliche Prozesse will ich das mal sagen? Und da war es wichtig, zu verstehen, was man am Anfang richtig macht, damit es am Ende auch richtig rauskommt und eigentlich im Prinzip habe ich dem Kunden immer versucht zu erklären ja, ich verstehe ja ansehen, aber wir müssen möglichst viel jetzt natürlich bedenken. Denn sie kaufen jetzt kein Fahrrad, wo Sie hinterher sagen “Ach ich bau noch ein Gepäckträger an”, sondern wir bauen eigentlich ein Haus und die Bodenplatte. Die kannst du hinterher schwierig ändern. Das geht manchmal, ist aber nicht leicht, also du musst dich schon ein bisschen festlegen und das macht vielen, bitte versteht das nicht falsch, aber macht vielen Angst. Also ich möchte ja dich nicht jetzt schon ängstigen und sagen Mensch … Ja, wenn du dich jetzt falsch entscheidest, aber das ist mit dem Fahrzeug auch, also wenn du dir jetzt einen Porsche kaufst, wirst du feststellen, wenn du mit der Familie in Urlaub fahren willst und du hast 2 Kinder. Ich will das jetzt nicht kritisieren, aber der Porsche könnte knapp werden, vor allem, wenn es nur Zweisitzer ist, verstehst du? 

00:20:11 Marcus 

Ja, ja aber andersrum genau das ist glaube ich die Thematik hier, beim diesem Datawarehouse Thema, wenn wir das mal als Bodenplatte für unser Haus, nehmen habe ich häufig das Gefühl, dass wir in diesem Konflikt reinkommen, dass Leute eine Bodenplatte planen für ein Schloss, um merken nachher, dass sie nur eine Gartenhütte draufstellen können, weil sie sich entweder nicht mehr leisten können oder eigentlich gar nicht vielmehr wollten und das muss eben im richtigen Verhältnis sein und Gefühlt kann es eine Möglichkeit sein, ich stell mir erstmal eine Gartenhütte hin, weil ich damit meinen ersten Bedarf für das unterstellen von Geräten lösen kann und wenn ich dann ein Wohnhaus mache, habe ich vielleicht, naja ob ich da wirklich die Erfahrung rausgenommen habe, aber es ist so ein gewisser Punkt, den man da hat und ich, was ich auch immer wieder sehr gut nachvollziehen kann ist, dass ich auf etwas ganz anderes blicke, wenn ich selber also diesen Willen ist selber machen zu wollen, also wenn ich bestimmte Vorstellung habe, wie etwas aussehen soll oder wenn ich für etwas gerade stehen soll noch viel mehr also wenn ich für eine Zahl gerade stehen soll möchte ich nicht ne Zahl sehen und man sagt mir das hab ich für sie aufbereitet nach ihren Spezifikationen oder so. Und du sagst Och, das sieht aber komisch aus oder was und derjenige sagt hab ich aber ganz genau nach ihren Spezifikationen gemacht ich kann natürlich total nachvollziehen, dass ich irgendwie eine Möglichkeit haben will, möglichst jeden Schritt nachzuvollziehen, um zu sagen ok, daher ist die Zahl plausibel, oder ach, deswegen ist die Zahl nicht plausibel und das ist ja auch das, was wir immer mehr wieder vorfinden, dass Leute auf die Grunddaten kommen wollen und am liebsten mit dem Taschenrechner sich die Aggregation selber berechnen können möchten damit sie es eben auch wirklich verantworten können und ihren guten Ruf und ihren Namen da hinsetzen können und das andere Thema, was ich gerade wieder interessant fand du hast gesagt, man muss immer so viel im Vorfeld vielleicht mal berücksichtigen, weil das das Produkt meinetwegen TM 1 das Write Back Thema vor langer, langer Zeit schon drin hatte und in innerhalb vom Microsoft Stack war es eben nicht von vornherein dabei oder eben nicht so schön umgesetzt. Andererseits haben Sie jetzt im Power BI ist zum Beispiel auch ganz gecancelt oder ist eben im Produkt erstmal gar nicht vorgesehen. Sehr interessant, dass man diese Entscheidung gemacht hat. Gleichzeitig hab ich glaub ich auch schon mal gehört das Microsoft diese Möglichkeit, es war ja nicht nur, dass man Werte weg schreiben konnte, man konnte sogar mal Dimensionen beschreiben, dass viele nach und nach raus, weil die Drittanbieter Tools ist gar nicht so aufgegriffen haben. Daraufhin hat Microsoft den Weg gemacht und hat ins Excel integriert, aber anscheinend ist auch da die Nachfrage nicht so stark innerhalb ihrer Welt zustande gekommen, als dass es dann wirklich genutzt wurde und ja, es ist schon spannend und gerade wie wir jetzt gerade mit unseren ganzen Hype Themen mit dem Self Service BI mit Tools wie Qlik, Tableau, Power BI unterwegs sind wie wie man also ich war auf einem Seminar unterwegs da sagte einer ja Qlik, wir waren so stark am Markt, weil wir den Leuten gesagt haben, dass sie direkt auf die Quell Systeme aufsetzen konnten und konnten eben phantastische Lösungen direkt präsentieren. Aber wann war ehrlich sind, wenn die Lösung wächst, dann muss man sich auch irgendwann mal Gedanken um Datawarehouse machen und man muss das Datawarehouse daruntersetzen und da bin ich auch völlig bei das irgendwann gegebenenfalls ein Datawarehouse der Anspruch sein darf. Aber im Vorfeld gibt es halt auch, dass inzwischen Raum dieses kleine BI, wo man sagen kann, da kannst du Erfahrungen sammeln oder vielleicht ist es auch dieser erste Prototyp. Dieser Most Valuable Product wo ich einfach hinkomme, und kriege mit ganz wenig Aufwand schon einen großen Aha Effekt. Man kann dafür überhaupt für so eine Initiative werben und das deswegen, da sind so viele Sachen, den so Pro und Contra. Wo ich denke ja, das muss man muss man doch einfach mit sehen und wir haben jetzt gerade auch immer alles nur umrissen natürlich zeigt sich toll auf, dass sich so bestimmte Sachen auch zergliedern lassen und wir haben eben einmal diese vorderen Part der Daten Transformation Aufbereitung als ersten Part, die Modellierung oder das Aufbereiten eines Daten Modells als zweiten Part und als dritten Part hinten raus, später das Kommunizieren der Zahlen und das Reporting was wir haben und dann gibt es ja noch weitere Disziplinen die man darum setzen kann wie dieses Governance Thema, dass jemand das Ganze auch betreuen muss, dass das gewartet werden muss, dass das mit Rechten versehen muss, was wir an manchen Stellen vielleicht lapidar angesprochen haben mit einem Team BI und ich leg es in der SharePoint Seite ab, ja, aber auch die muss ja entsprechend berichtigt werden, oder im Power BI Service genauso an der Stelle. 

00:25:24 Andreas 

Ja, Marcus, aber das sprichst du was an. Ich finde zum Beispiel. Das Power BI erleichterte den Einstieg, aber trotzdem sind diese Basis Komponenten aus meiner Sicht alle da also du hast also dieses Daten holen, Daten aufbereiten, Daten zusammen verknüpfen, also dieses Beziehungsmanagement, was wir ja auch immer wieder haben und zum Schluss, dass das das Präsentieren der Daten du hast eigentlich den gesamten Workflow schon drin und da bin ich bei dir. Das ist ein schneller Einstieg und wenn die Datenmenge wächst, muss man sich halt überlegen, ob man diese Bausteine und das geht ja in der Technik wieder zerlegen kann und ich habe zum Beispiel gerade einen aktuellen Fall, der sagt das haben wir alles in der Fachabteilung aufgebaut, wir sind total begeistert, jetzt würden wir mal gern Teile davon auslagern, weil wir sind quasi an unsere Grenzen gestoßen und wir schaffen es auch von der Power her nicht mehr das alles zu bewirtschaften. Die wollen sich dann eher um das Thema, Wir wollen das Business Modell zusammenstellen wir wollen das Bereitstellen der Daten an die entsprechenden Empfänger, Konsumenten wie auch immer. Aber die Datenanlieferung und Aufbereitung und das möchten wir eigentlich abgeben, also, dass man wirklich auch diese zerstückeln früher, erinnere dich daran, da gab es dann an den Bändern bei Ford, da wurde die Aufgabe ja auch zerteilt. Wer macht was? Der eine liefert nur die Reifen an, der nächste Dach, der andere schraubt das Dach fest du hast das in die Aufgaben zerlegt und das erlaubt dir ja heute eigentlich die ganze Technologie schon also wir haben ganz oft Kollegen, die sagen auch ich mach das ganze ETL, also die Daten Bewirtschaftung kümmer ich mich drum aber all das auch da wieder stell dir vor du musst 50 Ladeprozesse erstellen kannst du alles per Hand machen auch da gibt es natürlich Werkzeuge, die dich unterstützen, weil wenn du 50 mal ein und denselben Käse machen musst beim 51. Mal sagst du auch “jetzt reichts” und wenn du das noch ungefähr 150 mal machen muss zusätzlich sagst du dir auch irgendwann das das muss ne Möglichkeit geben, dass mir jemand hilft, weil wenn jetzt jemand auf die Idee kommt das zu ändern und ich muss es nochmal anpassen oder neu machen es gibt überall Werkzeuge und Tools, die dich auf der ganzen Strecke unterstützen und was ich eigentlich meinte, mit diesen von Anfang an dran denken das hört sich immer so leicht an Daten holen, hübsch machen am Ende zeigen. Du musst natürlich von vornherein ein bisschen das Gefühl haben wo kann ich mit welchem Baustein, ich gehe auch zum Handwerk und sag mal pass mal auf das und das möchte ich hier in meinem Haus haben, ich möchte es warm haben, wie er diese Rohrleitung verlegt oder wie er sie dimensioniert, da habe ich schon vertrauen, es wäre schon blöd, ich sag ihm ja gern, wie es hätte trotzdem, bevor das Haus verlässt. Bevor er das Haus verlässt, machst du doch schon die Heizung an und sagt Mensch, hier ist es schön warm, alles gut, so ist es doch mit der Kennzahl, wie du es vorhin ansprachst diese dieser Baukasten. Ich gehe mit dem Kunden schon hin und sage so jetzt möchte ich gerne von ihnen nochmal verprobt wissen, gemeinsam können wir gerne machen, weil ich hab’s Modell gebaut. Sie sagen, die Kennzahl wollen Sie haben, lass uns mal draufschauen, funktioniert das dann im Report so wie sie sich das vorstellen oder müssen wir nochmal Hand anlegen, weil nur sagen hier vorne ist der Umsatz gestückelt nach Preis und Menge. Kann man sich alles anschauen, wäre aber trotzdem schön, wenn er sich das wenigstens einmal anschaut, bevor du das Haus verlässt. Wenn er dann feststellt, auch so den Report, so kann ich den ja gar nicht bauen, oder wenn dann Werkzeuge die Struktur etwas anders erwarten, damit sie das dann auch entsprechend aufbereitet darstellen. Ich weiß ja selbst, wie das in unseren beliebten Plattformen ist. Ja, da gibt es also die Nuancen, die es dort gibt, sind total vielfältig und jeder hat er so unterschiedliche Schwerpunkte. Der eine mag ein lieber vorne den Report polieren einer möchte hinten, dass die Daten auch sauber reinkommen. Dass das, wenn der Fehler kommen, die Daten auch entsprechend trotzdem noch funktionieren, weil Fehler müssen wir auch berücksichtigen. Also da gibt es schon, es gibt schon ganz schön viel zu tun und trotzdem sieht das in Power BI alles so leicht aus und was finde ich wirklich bewundernswert, wie es eine Firma geschafft hat das so leichtfüßig sich anfühlen kann ein Werkzeug. Und trotzdem viel bietet. 

00:29:41 Marcus 

Bin ich bei dir, dann lass uns mal das Thema abrunden 3 Dinge für den Heimweg unsere super Rubrik um die Sachen mal zusammenzufassen. Also ich hab so ein bisschen für mich rausgenommen, dass wir im Prinzip diese Grundlagen für das Wissen und für die Technik, das ja alles im Prinzip schon lange vorhanden ist, also ist gar nicht so neu wie manchmal der Hype anmerken lässt, dass sich auch bestimmte Themen in Zyklen wiederholen und vielleicht auch aus Gegebenheiten heraus, ne ob ich jetzt etwas zentral mache oder lokal mache, ob ich eben selber mache, ob ich ein Datawarehouse zwischen schalte oder nicht es ist einfach so, dass die Technik vorangeschritten ist, dass wir mehr Leistung haben und dass dementsprechend ich nach Anforderung und Leistung entscheidend kann, was ich eigentlich mehr in den Fokus rücke für mich und was vielleicht der erste Punkt ist, den ich gehe. 

Dann hatten wir so diesen Punkt ja auch jetzt zum Schluss nochmal, dass man die BI Prozesse ja ein Teil Disziplin unterteilen kann und diesen Aufgabenbereich ja unterschiedlichen Personen zuordnen kann oder die das erfüllen können auch da nochmal angemerkt ja, das kann man ja machen, aber man ist eben auch dann abhängig wie beim Fließband, wenn jemand nicht da ist der das Rad wechseln kann oder das Rad montiert, dann stockt halt auch der Gesamtprozess, also muss man sich für leicht auch für Ersatz rüsten und zusichern, damit eben der Prozess durchläuft.  

Boah und der dritte Punkt? Hast du noch einen dritten Punkt für den Heimweg? 

00:31:21 Andreas 

Ja, ich also ich find den dritten Punkt ganz wichtig. Derjenige, der das kannst du so haben möchte, muss sich auch auf diesen Prozess einlassen. Also du weißt ja selbst in den Projekten kommt es ganz oft vor ich möchte das gerne so haben und wenn du sagst, ich hab jetzt hier in meinem Prozess Fragen dazu die Daten ich kann mir das nicht so recht erklären. Ich brauch immer jemanden auch von der Business Seite, der dann sich die Zeit nehmen kann und will. Mir dann Dinge zu erklären oder zumindest mal zu verproben oder sagen ja, da sind sie auf dem Holzweg, weil das war inhaltlich doch etwas ganz anderes gemeint, oder? Wir legen die Daten in dem vor System so und so ab. Da hatte jeder seine Specials selbst innerhalb von SAP. Kann man da ganz tolle Unterschiede machen oder sei es in anderen Werkzeugen also ich finde es wichtig, dass derjenige, der etwas erwartet von dir auch seine Bereitschaft zeigt, dass er mit Macht und wenn das so ist, dann hast du ein tolles Team zusammen. Und wer welche Aufgaben übernimmt am Ende das definiert man ja hoffentlich dann sauber, so dass du immer weißt, auf wen du dich wann verlassen kannst und wo und wie die Übergabe Punkte auch sind. 

00:32:30 Marcus 

Ja, ich hab es eben auch noch mal gedacht, als du das mit dem Abzeichnen gesagt hattest beim Handwerker oder so es hängt wirklich davon ab und es ist genauso im Business, wieviel Zeit sich der gegenüber dafür dieses Thema nimmt und auch der Wichtigkeit, dem er das einräumt, wenn ich im wichtigeres Thema habe ich muss irgendwie aus dem Haus und der Handwerker ist mit seiner Arbeit durch, dann zeichne ich es vielleicht auch ab, ohne dass es vorher geprüft habe im guten Vertrauen. Aber ja, es ist so also man muss dem Thema schon die Wichtigkeit einräumen und auch dann wird es erst ein Erfolg. Cool! 

00:33:07 Andreas 

Absolut. 

00:33:08 Marcus 

Dann freu ich mich doch mal auf die nächste Folge. Bis dahin. 


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